Bakterien und Keime im Wasser - Gefahren, Herkunft und Schutzmaßnahmen
Sie öffnen den Wasserhahn und sehen einen glasklaren Wasserstrahl. Siehst sauber aus, oder? Die Qualität unseres Trinkwassers hat einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei Bakterien, die in Leitungswasser vorkommen können. In diesem Artikel beleuchten wir die Gefahren, die Bakterien mit sich bringen, ihre Herkunft sowie Maßnahmen zu deren Bekämpfung.
Denn, sehen können wir diese Stoffe im Wasser mit dem bloßen Auge nicht. Ob wir betroffen sind oder unser Leitungswasser verunreinigt ist, merken wir dann erst, wenn es zu spät ist und die Erkrankung beginnt.

Gefahren durch Bakterien im Trinkwasser
Bakterien sind Mikroorganismen, die in verschiedener Form in unserem Trinkwasser vorkommen können. Einige davon sind harmlos, während andere ernsthafte Gesundheitsrisiken darstellen. Hier sind die Hauptgefahren:
- Infektionskrankheiten: Pathogene Bakterien wie Escherichia coli, Salmonella und Legionella (Legionellen) können schwere Erkrankungen hervorrufen. Diese Krankheitserreger können zu Durchfall Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder sogar schwerwiegenden Infektionen führen.
- Chronische Erkrankungen: Langfristige Exposition gegenüber bestimmten Bakterien kann das Risiko chronischer Erkrankungen erhöhen. Zum Beispiel wird ein Zusammenhang zwischen kontaminiertem Wasser und Bauchspeicheldrüsenentzündungen vermutet.
- Vulnerable Gruppen: Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen sind besonders anfällig für bakterielle Infektionen durch kontaminiertes Trinkwasser.
- Wirtschaftliche Belastungen: Krankheitsausbrüche, die auf kontaminiertes Trinkwasser zurückzuführen sind, können zu hohen Kosten im Gesundheitswesen führen und die Produktivität durch Krankheitsausfälle beeinträchtigen.
FAKT: Fast 1.000 Wasserproben mit Grenzwertüberschreitungen:
Laut Berichten des Umweltbundesamtes (UBA) wurden in den letzten Jahren in Deutschland zahlreiche Wasserproben entnommen, die mehr als 1.000 Mal die Grenzwerte für verschiedene Schadstoffe, einschließlich chemischer Verunreinigungen und Bakterien, überschritten haben. Dies verdeutlicht, dass Trinkwasser in einigen Regionen nicht die erforderliche Qualität aufweist.
Herkunft von Bakterien im Trinkwasser
Sie gelangen auf verschiedenen Wegen in unser Trinkwasser:
- Verschmutzung durch Fäkalien: Die häufigste Quelle pathogener Bakterien sind Fäkalien von Menschen und Tieren. Undichte Kanalisationen oder die Nähe von Kläranlagen zu Wasserquellen können zu einer Kontamination führen. Legionellen sind dabei eine sehr häufig aufkommende Belastung.
- Alte Wasserleitungen: Veraltete oder beschädigte Rohrleitungen können Keime stagnierendem Wasser und Schlamm aussetzen, wodurch sich schädliche Mikroorganismen vermehren können.
- Oberflächenwasser: Regenwasser und Oberflächengewässer, die durch landwirtschaftliche Flächen oder städtische Abwässer beeinflusst werden, können Bakterien und andere Schadstoffe ins Trinkwasser gelangen. Zum Beispiel auch durch eine Überschwemmung.

Legionellen - Ein unerwünschter Gast
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in Süßwasserumgebungen vorkommen, wie Seen, Flüssen und anderen Gewässern. Sie können jedoch auch in künstlichen Wassersystemen, insbesondere in warmem Wasser, gedeihen.
Hier sind die Hauptursachen für das Auftreten von Legionellen und die Umgebungen, in denen sie häufig gefunden werden:
1. Natürliche Vorkommen von Legionellen
- Legionellen sind im Erdreich, in warmen Gewässern und im Naturwasser weit verbreitet. Sie können in Temperaturen zwischen 20 °C und 50 °C gedeihen, wobei Temperaturen von etwa 35 °C bis 45 °C optimal sind.
2. Künstliche Wassersysteme
- Wasserversorgungssysteme: Legionellen können sich in Warmwasserleitungen, Kühltürmen, Wasserhähnen, Duschköpfen und Toilettenspülungen vermehren. Besonders in großen Gebäuden mit komplizierten Rohrsystemen, wo Wasser stagnieren kann.
- Kühlanlagen: Sie kommen häufig in Kühlsystemen von Klimaanlagen vor, insbesondere in industriellen oder gewerblichen Einrichtungen, die große Mengen Wasser verwenden.
- Whirlpools und Schwimmbäder: In unzureichend gewarteten Whirlpools oder Schwimmbädern können Legionellen über Sprühnebel oder Wasserdampf in die Luft gelangen, was das Infektionsrisiko erhöht.
3. Wasserqualität und -wartung
- Unzureichende Desinfektion: Legionellen können in Wassersystemen proliferieren, wenn diese nicht regelmäßig gewartet oder desinfiziert werden. Ältere Gebäude oder schlecht gewartete Wasserleitungen bieten einen idealen Nährboden. Legionellen vermehren sich schnell, wenn die Rahmenbedingungn stimmen.
- Stagnation von Wasser: Wenn Wasser in Rohren längere Zeit steht, kann dies das Wachstum von Legionellen begünstigen. Dies ist häufig in nicht genutzten Wohnungen oder bei saisonalen Einrichtungen der Fall.
4. Vermehrung und Kontaminierung
- Legionellen gelangen in die Luft durch Aerosole, die beim Duschwasser oder beim Betrieb von Kühltürmen entstehen. Menschen können sich dann durch Inhalation dieser Aerosole infizieren.

Erschreckende Zahlen und Fakten zu Bakterien im Wasser
- Jährlich erkranken weltweit rund 1,5 Millionen Kinder an Durchfallerkrankungen, die durch kontaminiertes Wasser verursacht werden, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
- Etwa 2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen zuverlässigen Zugang zu sicherem Trinkwasser, was sie einem hohen Risiko für Wasser-borne Krankheiten aussetzt.
- Bakterielle Kontamination ist für bis zu 80% der Krankheiten in Entwicklungsländern verantwortlich, und viele davon sind wasserbasiert.
- Die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) berichtet, dass Legionellen jährlich in den USA 8.000 bis 18.000 Hospitalisierungen verursachen können, was zeigt, wie ernsthaft eine bakterielle Kontamination werden kann.
FAKT:Mehr als 25.000 Trinkwasseranlagen betroffen:
Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland über 25.000 Trinkwasseranlagen, die mit Mikroverunreinigungen wie Medikamentenrückständen, Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet sind.
Die Verbreitung dieser Rückstände im Trinkwasser ist alarmierend und stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Welche Erreger im Wasser sind wissen wir aber oftmals nicht.
Die Trinkwasserverordnung setzt selbstverständlich auf die Überwachung und Filterung dieser Stoffe, dennoch kann es nachweislich zu Grenzüberschreitungen kommen.
Sehr häufig treten Legionellen in Wohngebieten und Turnhallen auf. Verunreinigtes Trinkwasser ist eine Gefahrenquelle, die eine schnelle Ausweitung mitsich bringen kann. Darm – Erkrankungen sind eine sehr unangenehme Form und können bereits imungeschächte Personen schwer beeinträchtigen.

Vergleich der gängigsten Wasserfilter hinsichtlich ihrer Filterleistung
Im Hinblick auf die Filterleistung bei bakterieller Belastung ist es wichtig, verschiedene Systeme miteinander zu vergleichen:
- Aktivkohlefilter: Diese Filter können einige Bakterien reduzieren, sind jedoch nicht zuverlässig, wenn es darum geht, alle pathogenen Mikroben zu entfernen.
- Keramikfilter: Diese weisen eine gute Filterleistung auf und können Bakterien bis zu einer Größenordnung von 0,2 Mikrometer entfernen. Sie sind jedoch regelmäßig zu warten und können ausfallen, wenn sie nicht ordnungsgemäß behandelt werden.
- UV-Filter: Diese Technologie inaktiviert Bakterien durch ultraviolette Strahlung. Während sie wirksam ist, benötigt sie eine funktionierende Wasserqualität und kann nurinaktivieren, aber nicht physisch entfernen. Andere kritische Substanzen werden nicht entfernt.
- Umkehrosmose: Diese Technologie gilt als die effektivste Methode, um Keime und Viren und andere Mikroorganismen aus dem Wasser zu entfernen. Umkehrosmose-Filter können mit einer Porengröße von bis zu 0,0001 Mikrometer arbeiten, was eine nahezu vollständige Entfernung von Bakterien, wie Legionellen und allen anderen Belastungen, wie Mikroplastik, Medikamentenrückstände, Schwermetalle, Nitrat und PFAS garantiert. Der große Vorteil: Sie können einfach den Wasserhahn öffnen und direkt das gefilterte Wasser aus der Leitung genießen ohne erst umständliche Umfüllaktionen starten oder Wasser in Flaschen kaufen zu müssen.
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Umkehrosmose - Die sichere Lösung
Nachdem wir die Gefahren und die Herkunft von Bakterien im Trinkwasser sowie die Filtertechnologien verglichen haben, lässt sich sagen, dass Umkehrosmose die umfassendste und effektivste Methode darstellt, um unser Trinkwasser von schädlichen Mikroorganismen zu befreien.
Umkehrosmose sorgt dafür, dass Sie und Ihre Familie bedenkenlos das Leitungswasser trinken können.
Überlegen Sie, wie wichtig es ist, die Qualität Ihres Trinkwassers sicherzustellen – und investieren Sie in eine Wasserfilteranlage, die Ihnen die Sicherheit und den Schutz gibt, den Sie verdienen.
Schützen Sie Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden – Ihre Lebensqualität ist das Wichtigste.




